Bio
(Photos (C) Pomposo Creative Team, Dasha Dare, Phil Channing)
Die kanadische Mezzosopranistin Kady Evanyshyn ist Mitglied des Ensembles der Staatsoper Hamburg. Sie wurde von Opera News für ihren „ausdrucksstarken Mezzo“, von der FAZ für ihre „glitzernd pointierte“ Stimme und von Musical America für ihre „köstlichen“ musikalischen Interpretationen gelobt. Bei ihrem aktuellen Debüt als Charlotte bei den Bregenzer Festspielen schwärmten die Kritiker von ihrem „leuchtenden Mezzosopran“ und ihrem „psychisch ausgewogenen Schauspiel“ (ORF Vorarlberg) und lobten sie als eine, die „eine fesselnde Präsenz auf die Bühne bringt und ihre klare, strahlende Stimme in die Handlung einwebt.“ (Vorarlberger News)
Die Saison 2024-2025 markiert Kadys Haus- und Rollendebüt am Opernhaus Zürich als Cherubino in Le Nozze di Figaro unter der Leitung von Antonello Manacorda. Sie setzt auch ihre Arbeit als Ensemblemitglied der Staatsoper Hamburg fort, wo sie als Meg Page in Falstaff und in einer Neuproduktion als Ismene in Mozarts Mitridate, Re di Ponto unter der Regie von Birgit Kajtna-Wönig und der Leitung von Adam Fischer debütieren wird. Weitere Projekte an der Staatsoper Hamburg umfassen ein Hausdebüt als Annio (La clemenza di Tito) und Wiederaufnahmen als Mercédès (Carmen) und Javotte (Manon).
Zuletzt gab Kady wichtige Rollendebüts als Charlotte in Massenets Werther bei den Bregenzer Festspielen 2023 und als Hänsel in Humperdincks Hänsel und Gretel beim Verbier Festival 2022.
Seit ihrem Eintritt in das Ensemble der Staatsoper Hamburg im Jahr 2022 stand Kady als Fjodor in einer Neuproduktion von Boris Godunow von Frank Castorf, Siébel (Faust), Hänsel (Hänsel und Gretel), Tisbe (La Cenerentola), Flora (La Traviata), 2. Dame (Die Zauberflöte), Alisa (Lucia di Lammermoor), Suor Dolcina (Il Trittico), Rosette (Manon) auf der Bühne 2. Magd (Elektra), außerdem debütiert sie in der Rolle der Amore in der Weltpremiere von Salvatore Sciarrinos neuer Oper Venere e Adone unter der Leitung von Kent Nagano. Als Mitglied des Internationalen Opernstudios der Staatsoper Hamburg spielte sie Rollen wie Glascha (Kát’a Kabanová), 2. Dame (Die Zauberflöte), Sandmännchen (Hänsel und Gretel), Kate Pinkerton (Madama Butterfly), Zaide (Il Turco in Italia), Laura (Luisa Miller), Page (Rigoletto), 2.Magd in einer Neuproduktion von Elektra von Dmitri Tcherniakov, Un Pastore (Tosca) und Agnes in Unser kleines Scheisskaff – Fucking Åmål.
Während ihres Studiums trat Kady als Celia in Haydns La fedeltà premiata, Mrs. Grose (Turn of the Screw), Frau Reich (Die Lustigen Weiber von Windsor), La Tasse Chinoise (L’enfant et les sortilèges) mit Emmanuel Villaume in der Alice Tully Hall und als Zweite Frau in Mary Birnbaums Produktion von Dido and Aeneas an der Juilliard School, der Londoner Opera Holland Park und der Opéra Royal de Versailles auf.
Auf der Konzertbühne hat sie Werke von Monteverdi mit dem Juilliard 415 Ensemble und William Christie, Haydns Theresienmesse unter der Leitung von Jonathan Brandani, Bachs Ich habe genug, BWV 82, unter der Leitung von Simone Dinnerstein, in New York und Saint-Saëns’ Oratorio de Noel sowie Bartoks Drei Dorfszenen unter der Leitung von Kent Nagano aufgeführt.
Zeitgenössische Musik war bisher ein starker Schwerpunkt von Kadys Karriere. Sie hat Bruce Adolphes „I saw how fragile and infinitely precious the world is“ für Mezzosopran, Cello und voraufgezeichnete Elektronik im Goddard Space Flight Center in Washington, D.C. uraufgeführt, war die erste Sängerin, die jemals in diesem Zentrum auftrat, sang die Weltpremiere von Stefano Gervasonis „Drei Grabschriften“ beim Focus Festival und spielte die Rolle der Claire in Jennifer Higdons „Cold Mountain“ an der Music Academy of the West. Weitere aktuelle Höhepunkte sind Berios „Folk Songs“ mit AXIOM in der Alice Tully Hall unter der Leitung von Jeffrey Milarsky, Druckmans „Animus II“ für das Juilliard ChamberFest und Edgar David Granas „Tashi Tibet“ im National Opera Center. In früheren Spielzeiten hat Kady mit Ensembles wie dem Kronos Quartet und dem ÆON Music Ensemble zusammengearbeitet.
Als leidenschaftliche und neugierige Rezitalistin wurde Kady eingeladen, 2020 mit Renée Fleming am Weill Institute Song Studio in der Carnegie Hall teilzunehmen, was mit einem Konzert und ihrem Hallendebüt gipfelte. Sie war Förderpreisträgerin beim Gerda Lissner Lieder/Song-Wettbewerb 2017 und Halbfinalistin beim Renata Tebaldi International Voice Competition. 2023 war Kady die Gewinnerin des New Orleans District und erhielt den 2. Preis in der Gulf Coast Region des Metropolitan Opera Laffont Competition.
Kady erwarb ihren Bachelor und Master of Music an der Juilliard School, wo sie bei Edith Wiens studierte. Während ihrer Zeit an der Juilliard School wurde sie sowohl mit dem John Erskine Prize für außergewöhnliche schulische und künstlerische Leistungen als auch mit dem Novick Career Advancement Grant ausgezeichnet. Sie ist stolze Absolventin des Aspen Music Festival (New Horizons Fellow), der Young Artists Vocal Academy der Houston Grand Opera, der Music Academy of the West und der Classic Lyric Arts. Sie wurde in Winnipeg, Manitoba, geboren und erhielt Unterstützung vom Manitoba Arts Council und der Sylva Gelber Music Foundation.